16. April 2019
 

Treffen der VDD Autoren mit der Förderreferentin für Stoffentwicklung und Projektentwicklung bei der FFF-Bayern, Adina Mungenast:

Kurzer Bericht zum Stammtisch vom 09. April 2019 in München:

Es war ein sehr informativer und reger Austausch. Dabei wurden Themen behandelt, wie z.B.: Nach welchen Kriterien werden Stoffe selektiert und warum werden im Jahr nur ca. 16-20 Drehbücher gefördert. Laut FFF liegt es an der Qualität der Stoffe. Die eingereichten Stoffe sind nicht genügend ausgearbeitet und dementsprechend werden sie abgelehnt. Trotzdem gibt man sich seitens der FFF reichlich Mühe eine gewisse Diversität zu fördern.

Die zahlreichen Autoren äußerten den Wunsch nach einer Treatment-Förderung, die noch mehr Freiheit an Ideen liefert und eine finanzielle Sicherheit beim Entwickeln eines aufwendigen Treatments ermöglicht. In absehbarer Zeit ist eine solche Änderung bei der FFF-Bayern nicht in Sicht.

Wichtig ist eine persönliche Beratung vor der Einreichung. 

Zu den Budgets: Es gibt keinen ausdrücklichen Etat für Drehbücher. Der einzige fixe Betrag ist nur für Nachwuchs-Projekte reserviert. Der Rest wird je nach Projektlage verteilt.

Neu ist die Reglung, dass bei Erteilung der Förderung bereits 70% des Betrags bezahlt wird und nicht, wie bisher 50%. Wichtig ist dabei, dass Autoren nicht vergessen sollten, dass die Förderung ein Kredit ist und kein Zuschuss.

Was bei der FFF vermisst wird, ist die Nachfrage (bei den geförderten Drehbüchern) nach einer dramaturgischen Beratung. Das würde der Entwicklung der Drehbücher sehr guttun.

Seit dem 01.01.2019 werden auch high-end Serien gefördert. Bisher gab es noch keine einzige Einreichung.

Es wurden viele Fragen gestellt und die Referentin war sehr offen mit ihren Antworten. 

Und sie hat sich gefreut, dass es endlich auch einen direkten Austausch mit Autoren gab. Denn mit Produktionen sei die Förderung im steten Austausch und Dialog.

Im Großen und Ganzen - ein gelungener Abend.

Leider waren wir so im Gespräch vertieft, dass wir vergessen haben, Fotos zu machen.

 

Brigitte Drodtloff

Vorstand VDD