21. Januar 2019
 

ACHT FRAGEN AN...Johannes Betz

VDD-Mitglied Johannes Betz schrieb u.a. die Drehbücher zu den Mehrteilern "Hindenburg", "Die Spiegel-Affäre" und war Headwriter der SKY-Serie "Das Boot".
 

Foto: Martin Walz

1. Wo schreibst du am liebsten und wie sieht es dort aus?

Ich kann eigentlich überall gut schreiben, wo ich einigermaßen meine Ruhe habe. Das kann auch mal ein volles Café sein. Ich bin ganz gut darin, Nebengeräusche auszublenden. Es gibt aber zwei Orte, an denen ich am liebsten schreibe. Der eine ist meine Küche. Mit Blick in den Garten. Der andere ist eine kleine Terrasse hinter einer Taverne an einem bestimmten Strand auf dem Peloponnes. Eigentlich nur eine schilfüberdachte Betonfläche mit einem Plastiktisch und zwei Stühlen. direkt vor mir: der Strand, das Meer. Das Restaurant hat früh noch zu, die Putzfrau macht mir immer einen Nescafé. Perfekt.

2. Was liebst du am Drehbuchschreiben?

Mein Berufsleben in Parallelwelten zu verbringen, an denen ich so lange herumfeile, bis sie der Realität in nichts nachstehen. Und dass ab und zu ein guter Film dabei herauskommt.

3. Was nervt dich am Drehbuchschreiben?

Der Moment, in dem das Buch mit der Realität kollidiert.

4. Notizblock oder Schreibprogramm?

Beides.

5. Dein Mittel gegen Schreibblockaden?

Perspektivwechsel.

6. Welche/n Drehbuchautor/in würdest du gern einmal treffen und was würdest du sie/ihn fragen?

Ben Hecht. Auf einen Drink. Fragen hätte ich keine. Oder Tausende.

7. Warum sollten Autoren im VDD sein?

Weil er unser Verband ist. Einen anderen gibt es nicht. Nicht Mitglied zu sein heißt, nicht mitzugestalten, sich nicht an den Kosten zu beteiligen (was den Mitgliedsbeitrag insgesamt in die Höhe treibt), aber von der Arbeit des Verbandes zu profitieren, bzw. seine Schwächen in Kauf zu nehmen.

8. Ein überlebenswichtiger Tipp für Nachwuchsautoren von dir?

Sei nie zufrieden. Vor allem nicht mir dir selbst.

* * * 

Herzlichen Dank, Johannes!