8. August 2017
 

TATORT EIFEL: Fachprogramm zum Serienboom

Autor: VDD

Das diesjährige Fachprogramm von „Tatort Eifel“ steht wieder im Zeichen des internationalen Serienbooms – ein Trend, der anhält, jedoch stetig neue Formate und Ansprüche entwickelt. Wie reagieren Sender, Produzenten und Kreative darauf? Wie sieht die Zukunft aus? Vom 19. bis 23. September gehen diesen und weiteren Fragen namhafte Experten der Film- und Fernsehbranche nach.

„Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder einflussreiche Persönlichkeiten der Film- und Fernsehbranche zu unseren Gästen zählen können, die aufschlussreiche Einblicke in ihre Arbeit geben können. Ebenso ist es eine erneute Bereicherung, dass wir das Grimme-Institut wie-der als Kooperationspartner gewinnen konnten“, sagt Julia Röskau, Leiterin des Fachprogramms.

Zu den Highlights des diesjährigen Fachprogramms zählen die hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen. Verantwortliche von u.a. ARD, ZDF und RTL diskutieren am 22. September darüber, welche Chancen die deutsche (Krimi-)Serie im internationalen Vergleich hat und wie sich der Bedarf nach internationalen High End-Serien auf den deutschen Produktionsmarkt auswirkt. Erstmals ist auch ein Vertreter eines Weltvertriebs dabei (Moritz von Kruedener, Betafilm), da die Distribution für Serienproduzenten in den vergangenen Jahren ein weitaus relevanteres Thema geworden ist. Darüber kann auch Jörg Winger, Showrunner der Amazon-Serie „Deutschland 86“ in seinem Case Study (22.09.) berichten. Das Grimme-Institut stellt am 21. September Vergleiche zwischen der konventionellen Fernsehserie und den modernen Webserien her. Mit auf dem Podium: Programmgeschäftsführer von funk, Florian Hager. Er kann ein Jahr nach dem Start eine erste Bilanz des online-Angebots von ARD und ZDF für die jungen Zuschauer ziehen und gemeinsam mit Produzenten, Autoren und Dramaturgen Phänomene im Netz analysieren. Daran schließt ein Workshop vom SWR an, in dem der konkrete Bedarf an transmedialen Geschichten aufgezeigt wird. Was eine erfolgreiche amerikanische Serie von der deutschen Erzählweise unterscheidet, analysiert schließlich Filmwissenschaftler Prof. Dr. Marcus Stiglegger anhand der herausragenden Crime-Serie „True Detective“ (22.09.). In einem weiteren Case study (22.09.) berichtet Romanautor Wolfgang Schorlau gemeinsam mit Vertretern der ZDF-Produktion „Dengler“ über die Herausforderungen einer Romanadaption für eine Krimi-Reihe.

Auch bietet das Krimifestival wieder Einblicke in den kriminalistischen Alltag: Mit dem Profiler Stephan Harbort kommt einer der Stars des aktuellen „True Crime“-Trends an den „Tatort Eifel“. Neben seinem Vortrag über reale Ermittlermethoden (21.09.) wird er über die Arbeit mit Serienmördern in „Protokolle des Bösen“ (A&E) sprechen (19.09.). Zudem bietet die Polizei des Landes Rheinland-Pfalz wieder die Möglichkeit für die Krimimacher an, Einblicke in den Umgang mit Schusswaffen zu bekommen. Phantombildzeichner Uwe Kinn gewährt Einblicke in die neue 3D-Technik und deren Möglichkeit, Tathergänge genauer zu rekonstruieren (20.9.).

Die Entwicklung neuer Stoffe und die Zusammenarbeit zwischen Drehbuchautoren und Sendern ist auch in diesem Jahr wieder ein wichtiger Bestandteil des Festivals. In den Sender-Workshops zu den Serien „Alarm für Cobra 11“ (RTL) und „Letzte Spur Berlin“ (ZDF) können ausgewählte Autoren in exklusiven Gruppen ihre Ideen mit den Machern der Serien besprechen und auf Grundlage eines direkten Feedbacks weiterentwickeln.

Bei der gemeinsam mit dem VDD ausgerichteten „Stoff-börse“ wurden wieder innovative Ideen und Krimikonzepte gesucht. Die von der Jury ausgewählten Drehbuchautoren der besten Beiträge erhalten eine Entwicklungsförderung in Form von dramaturgischer Beratung in Zusammenarbeit mit dem Verband für Film- und Fernsehdramaturgie (VeDRA). Mit dieser Förderung sollen die eingereichten Beiträge zur Marktreife gebracht werden, bevor sie am 21. September den anwesenden Redakteuren und Produzenten exklusiv präsentiert werden.

Nachwuchs-Regisseuren wird ebenfalls wieder der rote Teppich ausgerollt. In Kooperation mit dem SWR rief das Krimifestival zum sechsten Mal Studenten von Filmhochschulen sowie Nachwuchsfil-memacher auf, ihre Beiträge beim Kurzfilm-Preis einzureichen. Die Gewinner-Beiträge werden am 21. September im „Kinopalast Vulkaneifel“ gezeigt. In der Jury: Michael Schmidl (SWR), Nicole Wee-gemann (Regisseurin) und Hans-Jochen Wagner (Schauspieler). Eine überaus große Resonanz erhielt in diesem Jahr wieder der Kurzkrimi-Wettbewerb, bei dem sich knapp 400 Nachwuchs-Autoren mit einer Kurzgeschichte beworben haben. Die Jury, bestehend aus Jürgen Kehrer („Wilsberg“-Erfinder), Martin Schöne (Krimiautor und 3sat-Redakteur) und Nina Grabe (Rowohlt-Lektorin), wählten die besten Beiträge aus. Diese werden am 22. September im Kinopalast Vulkaneifel vor Publikum vorgetragen.

Den Gästen von „Tatort Eifel“ werden zudem exklusive Filmpremieren im Kinopalast Vulkaneifel in Anwesenheit von Vertretern des Teams und der Darsteller präsentiert. Das neue SWR-Ermittlerteam vom Schwarzwald-Tatort „Goldbach“ mit Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner hat seinen ersten Auftritt bei „Tatort Eifel“ (20.09.). Das ZDF zeigt den in Zusammenarbeit mit Arte produzierten packenden Krimi „Ein Kind wird gesucht“ (22.09.) mit Heino Ferch, Silke Bodenbender und Johann von Bülow in den Hauptrollen. Als Zugabe bekommen die Fachgäste an diesem Abend die erste Folge der hochgelobten Krimi-Serie „Culpa – Niemand ist ohne Schuld“ in Anwesenheit des Hauptdarstellers Stipe Erceg präsentiert, die bisher nur auf dem Pay-TV Sender 13th Street zu sehen war.

Akkreditierung und weitere Informationen unter: www.tatort-eifel.de