Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD)

Drehbuchautoren vereinbaren gemeinsame Vergütungsregeln mit ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH

Berlin/Unterföhring, 11. Juni 2014. Der Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD) und die ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH haben sich auf gemeinsame Vergütungsregeln gemäß §§ 32 und 36 Urheberrechtsgesetz geeinigt.

Damit haben Autoren und Sendergruppe eine kollektivvertragliche Vereinbarung erzielt, die den besonderen Umständen der Arbeit der Drehbuchautoren und ihren seit langem bestehenden Ansprüchen aus dem Urheberstatus Rechnung trägt. Sie gilt für alle Sender der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, die sich damit zu ihrer Branchenverantwortung für die kreativen Filmschaffenden in Deutschland bekennt.

Jede Nutzung zählt – dieser Gedanke, der die Leistung des Urhebers angemessen berücksichtigt, liegt der Vereinbarung zwischen dem VDD und der ProSiebenSat.1 TV Deutschland zugrunde. Zum ersten Mal wird ein Mindesthonorar festgelegt, das eine deutliche Anhebung für fiktionale TV-Movies und -serien sowie für Kino-Koproduktionen der Senderfamilie vorsieht. Darüber hinaus werden die Autorinnen und Autoren ab einer bestimmten Zuschauerreichweite am Erfolg beteiligt. Neu ist die direkte Beteiligung an Internetklicks, die ebenso zur Reichweite gezählt werden. Eine Beteiligung an den Auslandsverkäufen gehört ebenso zu den vereinbarten Regelungen.

Um der sich ständig wandelnden Medienlandschaft gerecht zu werden, vereinbaren die Parteien einen kurzen Evaluierungszeitraum, der es ermöglicht, den Vertrag bereits im Jahr 2015 zu überprüfen und Verbesserungen einzufügen.

Sebastian Andrae, Dr. Knut Boeser und Professor Peter Henning, Vorstände des VDD: „Die Vereinbarung legt besonderes Gewicht auf den Arbeitsalltag von Autoren. So haben wir gerechte Staffelungen des Honorars ebenso vereinbart wie die finanzielle Anerkennung der Leistungen von Serienschöpfern. Auch mit der Schaffung eines neuen Entwicklungstopfes in Höhe von € 450.000,- wollen der VDD und ProSiebenSat.1 gemeinsam die Zukunft von fiktionalen Formaten auf hohem Niveau sichern.“

Dr. Stefan Gärtner: „Diese Vereinbarung ist ein weiterer wichtiger Schritt für ein verbindliches Miteinander im Bereich der deutschen Fiktion. Besonders gespannt sind wir auf die Ergebnisse des Treatment-Entwicklungstopfes.“

Die gemeinsamen Vergütungsregeln wurden am 3. Juni 2014 von den Beteiligten unterzeichnet und treten damit sofort in Kraft.

Bei Fragen:
Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V.
Dr. Christine Otto, Interimsgeschäftsführung
Tel. 030 25762973
dr.co@drehbuchautoren.de

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