Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD)

Presseerklärung der Initiative Urheberrecht - Urheber fordern Taten statt Sonntagsreden

Zum Welttag des Geistigen Eigentums am 26. April hat die Initiative Urheberrecht ihre Forderung an die Politik erneuert, die Rechte und Interessen der Urheber und ausübenden Künstler nicht nur in Sonntagsreden zu betonen, sondern konkrete gesetzliche Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören aus Sicht der Initiative insbesondere:

•die Stärkung des Urhebervertragsrechts, durch die Urhebern und ausübenden Künstlern faire Verträge in der Zusammenarbeit mit den Verwertern gewährleistet und gerechte Honorare durchsetzungsstark gesichert werden,

• Nachbesserungen der Regelungen zur erlaubten privaten Vervielfältigung, um sicher zu stellen, dass
angemessene Vergütungen auch zukünftig gezahlt werden,

• eine zügige Umsetzung der EU-Richtlinie zur Arbeit der Verwertungsgesellschaften, um faire Bedingungen für die Arbeit dieser Gesellschaften in der EU herzustellen,
• Verbesserung der urheberrechtlichen Regelungen für Lehre und Forschung, um den Zugang zu geschützten Werken zu sichern, ohne die Rechtsinhaber zu enteignen.

Die Initiative Urheberrecht fordert die Bundesregierung auf, zur Transparenz in den Verhandlungen zwischen der EU und den USA über ein Freihandelsabkommen (TTIP) beizutragen, insbesondere dafür zu sorgen, dass die kulturelle Identität in Europa gewahrt und das mit öffentlichen Mitteln geförderte Kulturleben in Europa erhalten bleibt. Die Urheber und ausübenden Künstler befürchten, dass die Existenzbedingungen der Kulturberufe in Europa durch das geplante Freihandelsabkommen zu ihren Lasten und zum Vorteil von Konzernen in den USA entscheidend verändert werden könnten.

Die Initiative Urheberrecht hat im vergangenen Jahr im Rahmen ihres Kongresses „Selbstbestimmung im digitalen Netz - Urheberrecht und Nutzerinteressen in der Balance?“ Vorschläge zur Entwicklung des Urheberrechts gemacht, die auf der Website www.urheber.info veröffentlicht wurden. Die Publikation zum Kongress erscheint am 5. Mai.

Berlin, 25.4.2014

Allianz deutscher Designer (AGD) | Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) - Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) | Bund Freischaffender Foto-Designer (BFF) | Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) | Bundesverband Filmschnitt-Editor (BFS) | Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler (BfK) | Bundesverband Kinematografie (BVK) | Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive (BVPA) | Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure e.V. (BVR) | Composers Club e. V. (CC) | Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di (dju) | Deutsche Orchestervereinigung (DOV) | Deutscher Designertag | Deutscher Journalisten-Verband (DJV) | Deutscher Künstlerbund e.V. | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) | Deutscher Komponistenverband | Deutscher Textdichter-Verband | Deutscher Tonkünstlerverband (DTKV) | Dramatiker-Union | FreeLens e.V. | Freischreiber | Illustratoren Organisation e.V. (IO) | PEN Zentrum Deutschland | Syndikat e.V. | Union deutscher Jazzmusiker | Verband der Szenenbildner, Filmarchitekten und Kostümbildner (VSK) | Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) | Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO) | Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) | Verband deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di | Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) | Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK)

In der Initiative arbeiten mittlerweile über 30 Verbände und Gewerkschaften zusammen, die die Interessen von insgesamt rund 150.000 Urheber/innen und ausübenden Künstler/innen vertreten. Die Initiative versteht sich als alle Sparten kreativen Schaffens bündelndes Diskussionsforum, das sich aktiv für die Belange der Urheber/innen und ausübenden Künstler/innen einsetzt.

www.urheber.info