Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD)

Bundestag beschließt Novellierung des Filmförderungsgesetzes

Der Gesetzentwurf für das Filmförderungsgesetz der Jahre 2014 bis einschließlich 2016 hat am Mittwoch den Bundestag ohne Gegenstimmen passiert, Die Linke enthielt sich bei der Abstimmung.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann erklärte laut der BKM-Pressemitteilung vor dem Deutschen Bundestag: "Die Bedeutung der Filmförderung wird auch durch den Deutschen Bundestag immer wieder bestätigt. Der Kinofilm ist - wie das Theater - Ausdruck unserer weltweit einzigartigen kulturellen Vielfalt. Und was für die Theater gilt, trifft auch auf den Film zu: Beide kommen ohne Förderung nicht aus."

Wie von VDD und anderen Verbänden gefordert, wird im neuen Filmförderungsgesetz (FFG) den Kreativen erstmals ein Sitz im Präsidium der Filmförderanstalt (FFA) zugestanden. Die Urheberverbände VDD, BVR, AG Dok und AG Kurzfilm erhalten einen gemeinsamen Sitz im Präsidium der FFA. Weitere wesentliche Änderungen des Gesetzentwurfs sind die Ausweitung der Abgabepflicht auf deutsche Umsätze von Video-on-Demand-Anbieter mit Sitz im Ausland, die Flexibilisierung der Sperrfristen, die Maßnahmen zur Barrierefreiheit und die Aufnahme der Digitalisierung des Filmerbes in den Aufgabenkatalog der FFA, teilte das BKM mit. Um dem technologischen Wandel Rechnung zu tragen, beträgt die Laufzeit des Gesetzes drei statt wie sonst üblich fünf Jahre.

Mit ihrer Forderung, dass auch Autoren und Regisseure Referenzmittel erhalten, konnten sich die Kreativen-Verbände jedoch (noch!) nicht durchsetzen. Der Verband deutscher Drehbuchautoren wird dieses Ziel selbstverständlich weiter verfolgen!

Das FFG ist die Rechtsgrundlage für die Einrichtung der FFA und die Erhebung der Filmabgabe, mit der die Bundesfilmförderung finanziert wird. Abgabepflichtig sind die Verwerter von Kinofilmen, also Kinos, Unternehmen der Videowirtschaft einschließlich Online-Anbieter, Fernsehveranstalter und Vermarkter von Pay-TV-Programmen. (Quelle: BKM)