Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD)

Modell zur Förderung "des besonderen Kinderfilms" - Ausschreibung für professionelle Drehbuchautoren

Ziel
Dieses Fördermodell basiert auf einer Initiative des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, der Filmwirtschaft, der Förderungen des Bundes und einiger Länder sowie der Politik. Es soll ein zusätzlicher Baustein in einer Reihe von Maßnahmen sein mit dem Ziel, dem Kinderfilm in Deutschland wieder mehr Präsenz und ein stärkeres Gewicht zu verleihen. In dieser Initiative steht der reale Kinderfilm im Mittelpunkt. Er beruht nicht auf bekannten literarischen Vorlagen sondern auf originären Stoffen. Qualität und Anzahl dieser "besonderen Kinderfilme" sollen dadurch im Kino und im Fernsehen gesteigert werden.

Zwei-Stufen-Modell
Die Förderung soll als "Zwei-Stufen-Modell" realisiert werden. Von Anbeginn nehmen Autor und Produzent gemeinsam an der Ausschreibung teil. Dieses Verfahren soll im zweiten Jahr evaluiert werden. Autor und Produzent reichen gemeinsam ein Treatment einschließlich Dialogszene von 15 Seiten Länge ein. Eine Jury wählt aus den eingereichten Vorlagen bis zu sechs Treatments aus. Daraus soll dann eine erste Drehbuchfassung entwickelt werden. In der zweiten Stufe sollen aus diesen maximal sechs Kinderfilmdrehbüchern die besten, mindestens jedoch zwei Projekte für eine noch zu entwickelnde Produktionsförderung ausgewählt und mit finanzieller Beteiligung der Sender produziert werden. Die beteiligten Institutionen werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten dabei auch den Verleih für eine vorgezogene Verleihförderung berücksichtigen.
Auch sollen die Filme für ihren Kinostart mit Kommunikationsleistungen der Sender unterstützt werden. Darüber hinaus hat der KiKA angekündigt, entsprechende Sendeplätze in seinem Programm zur Verfügung zu stellen.

Antragstellung für die erste Stufe
Die Ausschreibung soll von einer unabhängigen Institution vorgenommen werden, die nicht zu den Geldgebern der Initiative gehört. Der Initiativkreis hat damit den Förderverein deutscher Kinderfilm e.V. betraut. Die Ausschreibung für die Einreichungen der Treatments soll vom 1. März bis 17. Mai 2013 erfolgen.
Die Ausschreibung richtet sich an professionelle Drehbuchautoren, die bereits Erfahrung im Kinderfilmbereich haben. Ein Treatment einreichen können aber auch Autoren, die mindestens bereits ein Drehbuch für einen realisierten, im Kino oder im Fernsehen ausgestrahlten Langfilm geschrieben haben. Antragsberechtigt sind Autor und Produzent gemeinsam.

Antragsformulare stehen ab Ende Februar hier zur Verfügung!

Treatment
Erwartet werden Treatments für fiktionale Kinderfilme von mindestens 70 und höchstens 86 Minuten, die

- nicht auf einer bekannten Marke oder einer bekannten Buchvorlage basieren,
- sich an ein Publikum ab 8 Jahren wenden,
- aus der Perspektive von Kindern erzählt sind,
- für eine Auswertung im Kino und/oder im Fernsehen geeignet sind.

Das Treatment sollte maximal 15 Seiten mit einer ausgearbeiteten Dialogstelle enthalten.

Auswahlverfahren
Eine Jury wählt im Sommer 2013 aus den eingegangenen Anträgen bis zu sechs Projekte aus, die einen Zuschuss für den Autor bis zu 20.000 Euro für die Erstellung einer ersten Drehbuchfassung erhalten können. Weiter kann für diesen Zeitraum eine zusätzliche Entwicklungsförderung bis zu einer Höhe von 5.000 Euro für den Produzenten bewilligt werden. Die beteiligten Institutionen werden sich über die Aufteilung und jeweilige Abwicklung der Förderung im Rahmen ihrer Regularien verständigen.

Die Jury
Die Initiatoren des Förderprogramms entsenden jeweils einen Experten für Kinderfilm (jeweils Vertreter der Förderungen des Bundes und der Länder, Redakteure der beteiligten Sender, Vertreter Verleih, Vertreter des Fördervereins Deutscher Kinderfilm u.a.) in die Jury.

Förderung zweite Stufe

Projektförderung
Öffentlich-rechtliches Fernsehen, Filmwirtschaft, Förderungen des Bundes und einiger Länder sowie der Politik werden sich über die Voraussetzungen für die zweite Stufe in enger Abstimmung mit den jeweiligen Vergabegremien über die Auswahl und Finanzierung geeigneter Projekte, die eine Projektförderung erhalten sollen, im Rahmen ihrer Regularien verständigen. Es wird davon ausgegangen, dass voraussichtlich ab 2014/15 mindestens zwei "besondere Kinderfilme" jährlich produziert werden können.

http://www.der-besondere-kinderfilm.de/