Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD)

BERLINALE 2013 - Die Deutsche Akademie für Fernsehen (DAfF) lädt ein zur Diskussionsrunde

Donnerstag, 14. Februar 2013, 10.00 bis 11.30 Uhr
Ort: Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, Hiroshimastraße 12-16, Berlin Tiergarten

„Ein Auftrag, den man nicht ablehnen kann - Welches Programm fordert die Politik und welches liefern die öffentlich rechtlichen Sender?"

Podiumsdiskussion der Deutschen Akademie für Fernsehen im Rahmen der 63. Berlinale

Die Einführung der Haushaltsabgabe bringt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk unter Druck wie kaum eine andere Entscheidung in seiner 60-jährigen Geschichte. Nachdem jahrelang diskutiert wurde, was „öffentlich-rechtlicher Auftrag“ heißt und wie er zu erfüllen sei, wird die Einführung der Haushaltsabgabe genutzt, um die Diskussion zu verschärfen.

Gehört Fußball zum Informationsauftrag und wenn ja, sind die dafür gezahlten Summen gerechtfertigt oder wären sie in Dokumentationen oder fiktionalen Serienprojekten, die nur wenige ansprechen, besser aufgehoben? Wird die Gesellschaft in ihrer Vielfalt abgebildet oder dem Klischee gehuldigt? Sind Informationsformate über jedwede Parteipolitik erhaben?

Müsste sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen als Ergänzungsangebot sehen, das die Fragmentierung der Zuschauerinteressen berücksichtigt und im Hauptprogramm – sowie im Netz – die unterschiedlichsten Angebote schafft? Müssten/könnten sie sich stärker für Formate öffnen, die alleine der Verantwortung der Produzenten unterliegen, denen es gelingen würde, scheinbar unattraktive Themen so aufzuarbeiten, dass sie ein breites Publikum erreichen? Und wie soll „öffentlich-rechtlicher Auftrag“ definiert werden, wenn sämtliche Informationen, die eine funktionierende Demokratie benötigt jederzeit im Internet abrufbar sind? Inwieweit sind fiktionale Programme Teil des gesellschaftlichen Diskurses und wie müssten sie dann aussehen? Bedeuten Traum-Quoten für Fußball und Tatort und Event-TV wie „Adlon“ auch ein Zuschauerzuwachs für anspruchsvolle und komplexe Programme. Wie definiert man Qualität in Zeiten flüchtiger Aufmerksamkeit?

Wie also sich ARD und ZDF in der Medienwelt der Zukunft als innovative, andere Medien ergänzende und dem Gebührenzahler Relevanz anbietende Medienanbieter aufstellen können, soll mit Politikern, Senderverantwortlichen und Kreativen diskutiert werden.

Mitwirkende:
Moderation: Harald Staun, Leiter Medienressort Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Keynote: Adriana Altaras, Schriftstellerin, Schauspielerin

Podium:
Dagmar Reim, Intendantin rbb,
Ines Pohl, Chefredakteurin taz,
Wolfgang Kubicki, medienpolitischer Sprecher der FDP,
Florian Hager, stellvertretender Programmdirektor/Hauptabteilungsleiter Programmplanung TV/Web, ARTE
sowie, in Schwebe Staatsminister Bernd Neumann.

Rückmeldungen zur Teilnahme an DEUTSCHE AKADEMIE FÜR FERNSEHEN
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