Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD)

Neuer VDD-Podcast: Stichwort Urheberrecht - Podiumsgespräch der Deutschen Filmakademie

Zum UNESCO-Welttag des Urheberrechts lud die Deutsche Filmakademie zur Diskussion zwischen Parteipolitikern und Vertretern der Filmbranche. Für letztere sprachen Fred Breinersdorfer (Drehbuchautor), Simon Verhoeven (Regisseur) und Martin Moszkowicz (Produzent). Auf Seiten der Politik: Siegfried Kauder (CDU), Siegmund Ehrmann (SPD), Malte Spitz (Grüne) und Bruno Kramm (Piraten).

Hier neue Podcast:
http://www.stichwortdrehbuch.de/podcast/2012-04-29_stichwort-urheberrecht

Fred Breinersdorfer war ursprünglich Rechtsanwalt. Er schreibt Spielfilme für Fernsehen und Kino. Sein Werk umfasst allein achtzehn Tatorte und neunzehn Folgen "Anwalt Abel," aber auch Kinofilme wie "Sophie Scholl - die letzten Tage." Er hat auch Kriminalromane, Shortstories und Theaterstücke verfasst. 2007 drehte er als Regisseur seinen ersten Kinofilm "Zwischen heute und morgen."

Simon Verhoeven arbeitete seit 1995 als Schauspieler in vielen Produktionen für Fernsehen und Kino. 2009 brachte er sein Debut als Regisseur auf die Kinoleinwand, die erfolgreiche Komödie "Männerherzen," zu der er auch das Drehbuch selbst schrieb. Der Film fand eine Fortsetzung in "Männerherzen und die ganz große Liebe".

Martin Moszkowicz ist Vorstand der Constantin Film im Bereich Kino und Fernsehen. Seine Vita als Produzent umfasst inzwischen mehr als siebzig Filme, darunter "Salz auf unserer Haut," "Das Geisterhaus," "Fräulein Smillas Gespür für Schnee," "Das Parfum," "Die Welle," "Der Baader-Meinhof-Komplex," "Die Päpstin," "Der Gott des Gemetzels" und viele andere.

Siegfried Kauder ist Jurist und praktizierte als Rechtsanwalt. Seit 2002 sitzt er für den Wahlkreis Villingen/Schwenningen (Schwarzwald) als CDU-Abgeordneter im Deutschen Bundestag, wo er derzeit den Rechtsausschuss leitet. Außerdem ist er Obmann der CDU/CSU im Petitionsausschuss. Ehrenamtlich fungiert er als Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V.

Siegmund Ehrmann stammt aus Moers, wo er als städtischer Kulturdezernent tätig war. Ebenfalls seit 2002 sitzt er für die SPD im Bundestag. Von 2003 bis 2007 war er stellvertretender Vorsitzender der Enquetekommission "Kultur in Deutschland." Seit 2005 ist er Mitglied im Ausschuss "Kultur und Medien," seit 2009 auch Sprecher der SPD-Arbeitsgruppe "Kultur und Medien."

Malte Spitz kommt aus Münster/Westfalen und engagierte sich schon seit Schülertagen für die Grünen. Er studierte Politik und Volkswirtschaft in Berlin und an der Fernuni Hagen. Daneben schrieb er für politische Publikationen und Onlineportale. Seit 2003 ist er Beisitzer im Bundesvorstand der Grünen. Er ist Mitglied im Chaos Computer Club.

Bruno Kramm stammt aus Bayern. Er ist Musikproduzent und betreibt sein eigenes Label "Danse macabre." Nach einer Zeit bei den Grünen trat er 2011 zur Piratenpartei über. Auf sein Konto geht die deutsche Bearbeitung des Anonymous-Videos "Was ist ACTA?" Er ist Beauftragter der Piratenpartei für das Urheberrecht.

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Unsere heutige Empfehlung: Die Videos der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (der Oscar-Academy) enthalten Gespräche mit bekannten Drehbuchautoren zu verschiedenen Aspekten des Schreibens: http://www.oscars.org/video/watch/screenwriters_writersblock.html
[ 29. Apr 2012 ]