Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD)

Workshop zu „Kirche im fiktionalen Programm“ von EKD + VDD am 18. Januar 2011 in Tutzing

Der Tutzinger Workshop mit Spezial- und Gemeindepfarrer, Drehbuchautoren und Senderverantwortlichen findet statt

am 18. Januar 2011 von 14.00 Uhr bis 18.30 Uhr in Tutzing bei München, Evangelische Akademie.

Anschließend ist Zeit für Gespräche beim Get-Together.

ZWISCHEN ABGRUND, ABENDMAHL UND ABSOLUTION

KLINIK-, POLIZEI- UND NOTFALLSEELSORGER SOWIE GEMEINDEPFARRER – DIE KIRCHE IM FIKTIONALEN PROGRAMM

Sie überbringen Todesnachrichten an die Angehörigen, Polizisten weinen sich bei ihnen aus, und an Krankenbetten sind oft sie es, die bis zum Ende ausharren: Klinik-, Polizei- und Notfallseelsorger oder auch normale Gemeindepfarrer. Im realen Leben sind sie in jeder Katastrophe und den Grenzfällen des Lebens gefragt, doch im fiktionalen Programm kommen sie kaum vor. Da sind die Polizisten oder Ärzte meist selbst die Helden, die diese Aufgaben schultern. Warum verkürzt die Fiktion hier die Wirklichkeit?

Der Verband Deutscher Drehbuchautoren und die Medienarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland laden deshalb zum dritten Mal Drehbuchautorinnen und –autoren zum Gespräch ein. Die Veranstaltung im Januar 2011 wird in der Evangelischen Akademie Tutzing (bei München) stattfinden. Gemeindepfarrer und Spezialseelsorger stellen ihren Alltag und ihre Arbeit vor. Unter dem Titel „Aus dem Tagebuch eines Pfarrers“ werden Elke Wewetzer, die Leiterin der Kircheneintrittsstelle in Nürnberg, und Gottfried von Segnitz von der Bischofskirche St. Matthäus in München Auskunft über ihren Berufsalltag geben. Und was ist eigentlich Seelsorge? Zu den Aufgaben der Seelsorger zwischen Notarztwagen, Spezialeinsatzkommando der Polizei (SEK) und einer Palliativstation geben der Notfallseelsorger Hanjo von Wietersheim, der Polizeipfarrer Matthias Herling und der Klinikseelsorger Dr. Traugott Roser Auskunft.

„Die Kirchen zwischen Dokusoap und Blockbuster – Pfarrer und Seelsorger im fiktionalen Programm“ – die Autoren Carolin Otto und Peter Probst erörtern diese Frage im Gespräch mit Joachim Kosack, Fiction-Chef von ProSiebenSAT.1 in München und Bettina Reitz, Leiterin des Programmbereiches Fernsehfilm, Kino und Serie beim Bayerischen Rundfunk in München.

Die Tagung „Zwischen Abgrund, Abendmahl und Absolution“ fand im Dezember 2009 in Berlin und im Juni 2010 in Köln bereits große Resonanz: „Und wie wichtig es ist, dass Fiktion auf Wirklichkeit trifft, zeigt sich an dem großen Interesse von Krimi-Autoren und Produzenten an dem kirchlichen Berufsalltag“ (epd West, 10.6.2010).

Ihre Anmeldung wird bis zum 20. Dezember 2010 erbeten unter sabine.rudolph@ekd.de mit beigefügtem Formular (Seite 4 des PDF).