Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD)

"Thematische und visuelle Monokultur" - ag dok kritisiert Programmpolitik der ARD

Die ag dok protestiert gegen die Programmpolitik der ARD: Unter dem Titel "Thematische und visuelle Monokultur" hat die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm eine Presserklärung veröffentlicht und einen offenen Brief an alle Rundfunkratsvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands / ARD geschrieben.

Hier heißt es u.a.: "Am Montag, 29. November, wollen die Intendanten der ARD dem dokumentarischen Fernsehen im "Ersten" den entscheidenden Schlag versetzen: die Montags-Doku soll verschwinden, die gesellschaftliche Wirklichkeit unseres Landes findet, von marginalen Resten abgesehen, im Hauptprogramm der ARD fortan in den Privat-Studios von vier oder fünf hochbezahlten Talkmastern statt."

Der Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) schließt sich der Kritik der ag dok an. Wir Autoren sorgen uns um die Folgen einer Programmpolitik, die ihren öffentlich-rechtlichen Auftrag zunehmend aus dem Blickfeld verliert – dies gilt für den Bereich des fiktionalen Erzählens genauso wie für Dokumentationen. Die falsche Fixierung auf die Quote und die Scheu vor Risiken führen zu Verflachung und Vereinheitlichung und drohen die Grundidee des gebührenfinanzierten Rundfunksystems von innen heraus zu zerstören.

Der VDD fordert die ARD gemeinsam mit der ag dok auf, mit ihrer Programmpolitik wieder gesellschaftlicher und inhaltlicher Vielfalt Rechnung zu tragen.

Pressemitteilung und offener Brief der ag dok auf www.agdok.de