VDD

Verband Deutscher Drehbuchautoren

nationale Film- und Medienpolitik

Brief des VDD an die Stifter des Deutschen Fernsehpreises

Der VDD hat von den Stiftern des Deutschen Fernsehpreises Ende August ein Schreiben erhalten, im dem diese noch einmal ihre Gründe für die Änderungen erläutern und bekräftigen. Da der VDD meint, dass dies eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse ist, veröffentlichen wir das Antwortschreiben des VDD hiermit:

VDD trifft Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger

In der vergangenen Woche waren VDD-Vorstand Jochen Greve, Fred Breinersdorfer und VDD- Justitiar Prof. Paul Hertin zu einem Gespräch mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eingeladen. Sie haben der Ministerin in einem langen Gespräch die rechtlich und wirtschaftlich desolate Lage der Drehbuchautoren geschildert und eine Verbesserung der Stellung des Autors im neuen Urhebergesetz verlangt.

Verteilungspläne der VG Wort

Verwertungsgesellschaften erzielen ihre Einnahmen durch die Rechteabgeltung privater Kopien urheberrechtlich relevanten Materials, wie Musik, Filmen, Zeitungsartikeln und ähnlichem. Das heißt, auf jedem leeren Kopiermedium (beschreibbare CD, - DVD, Leer-Videokassette, Festplatte, usw.) liegt eine im Kaufpreis versteckte Abgabe für potentiell mögliche Kopien von Privatleuten im privaten Rahmen. Diese Abgabe wird von den Verwertungsgesellschaften mit der Elektronikindustrie ausgehandelt, eingezogen und an die Urheber weitergeleitet.

Autoren tragen zunehmend das Entwicklungsrisiko – der VDD warnt vor einer Schwächung der Film- und Fernsehproduktion

Im November 2009 gaben die ARD und die Allianz der Filmproduzenten unter großem Trommelwirbel bekannt, dass sie sich als Eckpfeiler der Fernsehindustrie mit 3,5 Milliarden Umsatz und über 50.000 Beschäftigten in Zukunft insbesondere um die Entwicklung von Stoffen und Filmen kümmern werden. Eigentlich eine gute Nachricht für die Branche, hängen doch die Attraktivität und die Exportfähigkeit deutscher Film- und Fernsehproduktionen von der Qualität, Kreativität und Originalität der Stoffe ab.

Fakt ist aber, dass das Development in Deutschland mit seinen künstlerischen und wirtschaftlichen Risiken auf die Autoren abgewälzt wird.

Neue Richtlinien für Produktplatzierungen im Fernsehen

Zu den neuen Richtlinien für Produktplatzierungen im Fernsehen, die in den nächsten Tagen in Kraft treten, schreibt EPD Medien:
http://www.epd.de/medien/medien_index_72845.html

Der VDD hatte sich mehrfach - sowohl über die FSE in Brüssel als auch im nationalen Rahmen - sehr kritisch zur Einführung von "Product Placement" geäußert, so z.B. hier:
http://www.drehbuchautoren.de/files/VDD_Stellungnahme_RAeStV18052009_0.pdf

UCI erwirkt einstweilige Verfügung gegen VDD

Durch die einstweilige Verfügung des Amtgerichts Berlin vom 8.12.2009 (AZ 15 O 519/09), die von UCI erwirkt wurde, ist dem VDD und seiner Geschäftsführerin unter Androhung der gerichtlichen Ordnungsmittel untersagt, den Artikel "Pressemitteilung zur Entscheidung des Präsidiums der FFA, den FFA-Vorschlag für Digitalisierung von Kinowirtschaft abzulehnen" zu veröffentlichen.

Der Sumpf im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und beim öffentlich subventionierten Verbraucherschutz

"Momentan stehen 3 leitende Mitarbeiter des HR, MDR und NDR vor Gericht, denen man Betrug bzw. Untreue vorwirft.

Ähnlich gefährdet ist die Unabhängigkeit bei den staatlich subventionierten Verbraucherschutzorganisationen wie Verbraucherzentralen, DIN, Stiftung Warentest und Finanztest."
Der ganze Text von Alexandru Sandbrand hier:

http://womblog.de/2009/11/20/der-sumpf-im-ffentlich-rechtlichen-rundfunk...

Überarbeitetes Google Settlement klammert deutsche Autoren und Verlage aus

"Im Verfahren zur Google-Buchsuche in den USA haben die Parteien dem Gericht in New York am vergangenen Freitag einen veränderten Vergleichsvorschlag vorgelegt. ... Gemäß dem neuen Vorschlag findet der Vergleich nunmehr nur noch für Bücher Anwendung, die bis zum 5. Januar 2009 beim US-Copyright Office registriert oder in Kanada, dem Vereinigten Königreich oder Australien erschienen sind. Die geschützten Werke von deutschen Autoren und Verlagen dürften damit in vielen Fällen nicht mehr unter das Settlement fallen." So die VG Wort.

Stellungnahme "3. Korb" / Urheberrecht

Das Bundesjustizministerium hatte im Februar dieses Jahres die Branche aufgefordert, zu Fragen des Urheberrecht Stellung zu beziehen und Lösungskonzepte vorzuschlagen.

Der Verband Deutscher Drehbuchautoren setzt sich für einen möglichst ungehinderten Zugang zu Informationen, Ideen und Meinungen ein, denn jeder Autor begrüßt die Nutzung seiner Werke. Jedoch kann der ungehinderte Zugang grundsätzlich nur gegen angemessene Vergütung gewährt werden.

Anhörung zum Rundfunkänderungsstaatsvertrag

Die Frage der Produktplatzierungen (Product Placement) ist ein Thema, das die Autoren in Deutschland mit großer Sorge erfüllt. Der VDD hat dazu auch bei der Anhörung am 20. Mai Stellung genommen.

Im Folgenden die Stellungnahme: